In Zeiten niedriger Zinsen ist es nicht einfach, lohnende Investitionen zu finden. Lange galten Staatsanleihen als sicherer Hafen. Angesichts der Euro- und Schuldenkrise gilt dies nicht mehr uneingeschränkt. Aufgrund leerer öffentlicher Kassen rücken Investitionen in Infrastrukturprojekte zunehmend in den Blickpunkt des Anlegerinteresses.

Was sind Infrastrukturprojekte?

Infrastrukturprojekte befassen sich generell mit dem Ausbau von Infrastruktur und umfassen eine große Bandbreite von Investitionsmöglichkeiten. Sie reichen von Maßnahmen im Verkehrs- und Telekommunikationsbereich über die Energie- und Wasserversorgung bis hin zu Projekten der Gesundheits- und Sozialfürsorge. In Deutschland stellt zweifelsohne die geplante Energiewende das ehrgeizigste Infrastrukturprojekt dar. Mit der beschlossenen Umstellung auf erneuerbare Energien entsteht nicht nur ein enormer Bedarf an zusätzlichen Wind- und Solarparks, eine große Herausforderung stellt auch der erforderliche Ausbau der Stromnetze dar.

Stromversorgung © Martin Berk / pixelio.de

Für Geldanleger bietet sich eine Vielzahl an Investitionsmöglichkeiten – zum Beispiel über Beteiligungen an geschlossenen Fonds für Windkraftanlagen, Genussrechte, Unternehmensanleihen und Aktien von Firmen, die besonders von der Energiewende profitieren, oder nachhaltige Investmentfonds. Alle diese Anlageformen besitzen aufgrund ihrer rechtlichen Gestaltung spezifische Chancen und Risiken. Angesichts der weltweit absehbaren Erschöpfung von Ressourcen dürften erneuerbare Energien auch global betrachtet in Zukunft interessante Anlagemöglichkeiten bieten.

Rendite-Risiko-Profil von Infrastrukturinvestitionen

Infrastrukturprojekte gelten allgemein als vergleichsweise sichere Anlagen. Da die Erträge hier häufig aus Mautgebühren, Netzentgelten, Einspeisevergütungen und anderen Gebühren bestehen, lassen sie sich vergleichsweise gut kalkulieren. Dabei kommt es natürlich immer auf das konkrete Projekt an. Managementfehler, ungünstige Finanzierungsstrukturen und Projektverzögerungen können dazu führen, dass an sich aussichtsreiche Vorhaben in eine Schieflage geraten. Je nachdem, in welcher Form man sich als Anleger an Infrastrukturprojekten beteiligt, trägt man Risiken in unterschiedlichem Umfang.

Bei einem geschlossenen Investmentfonds sind de facto unternehmerische Risiken zu tragen, während beim Erwerb von Unternehmensanleihen das Risiko begrenzt ist. Als Inhaber offener Fondsanteile profitiert man von einem professionellen Fondsmanagement und der Risikostreuung dank Investition in viele Projekte. Als Beimischung zu Anlagen mit anderen Schwerpunkten sind Infrastrukturinvestitionen auf jeden Fall interessant.

Notwendig: weitergehende Information

Für alle, die sich im Bereich erneuerbarer Energien und Infrastrukturinvestitionen engagieren möchten, empfiehlt es sich, ausführlichere Information einzuholen. An dieser Stelle ist nur ein Überblick möglich. Weitere Informationen gibt es unter anderem hier: Thomas Lloyd Infrastrukturinvestitionen.